Blaualgen: Gefahr für Hunde am Wasser
Schon wenige Schlucke aus dem falschen Gewässer können für Hunde lebensgefährlich sein. Woran du Blaualgen erkennst, wie du deinen Hund schützt – und was zu tun ist, wenn er im Wasser war.
Blaualgen sind eigentlich Bakterien – Fachleute nennen sie Cyanobakterien. Bei warmem Wetter vermehren sie sich in Seen, Weihern und Bächen stark und bilden Gifte.
Schon wenige Schlucke können lebensbedrohlich sein – erste Anzeichen können schon nach Minuten auftreten, und ein Gegengift gibt es nicht. Wie stark ein Hund reagiert, ist von Hund zu Hund verschieden.
Woran du sie erkennst
Typisch ist trübes Wasser mit Grün-, Blaugrün-, Braun- oder Rotstich, oft mit Schlieren oder Schaum am Ufer. Auch dunkle, schmierige Beläge auf Steinen und am Grund sind giftig – ihr fauliger Geruch zieht Hunde sogar an. Gelber Blütenstaub liegt dagegen auf klarem Wasser – Blaualgen-Wasser ist trüb. Wichtig: Ob Blaualgen giftig sind, kann niemand von blossem Auge erkennen. Halte deinen Hund darum von jeder verdächtigen Stelle fern.
So schützt du deinen Hund
· Kein trübes oder verfärbtes Wasser trinken lassen – auch nicht aus Pfützen. · Algenteppiche und angeschwemmte Algen meiden – auch die sind giftig. · Siehst du knietief im Wasser deine Füsse nicht: nicht baden, nicht trinken. · Leine an bei trübem Wasser, Algen oder Warnschildern; nimm sauberes Wasser mit. · Nach dem Bad im See das Fell abspülen, bevor sich dein Hund leckt. · Keine Warnung heisst nicht sicher – nicht jeder Kanton warnt aktiv.
Wenn dein Hund im Wasser war
Warte nicht auf Symptome: Entfernt euch vom Wasser, verhindere das Ablecken vom Fell, spüle das Fell mit sauberem Wasser ab. Ruf sofort die Tierarztpraxis an – sag, dass dein Hund im Wasser mit Blaualgen war. Auch wenn dein Hund noch fit wirkt. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Ist die Praxis zu, zeigt der Notfall-Bereich von DOGSY 24-h-Tierkliniken in der Nähe; Tox Info Suisse hilft dir ebenfalls unter 145 – auch bei anderen Tierarten.
Verdacht melden
Melde verdächtige Stellen mit Foto bei DOGSY – so warnst du andere Hundehalter. Melde sie auch deinem Kanton, nur er kann Proben nehmen und offiziell warnen: während der Bürozeiten dem Amt für Umwelt oder Gewässerschutz, ausserhalb der Polizei (117).