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Hunderegeln im Kanton Aargau

Leinenpflicht, Hundesteuer, Kurspflicht und Meldepflicht unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. Hier findest du die wichtigsten Punkte für Aargau – jede Angabe mit der offiziellen Quelle, damit du sie selbst nachlesen kannst.

Im Kanton Aargau sind 46'293 Hunde registriert (Identitas AG, Plattform Tierstatistik, Stand August 2026).

Angaben geprüft: Stand Oktober 2026

Leinenpflicht

Wo und wann muss dein Hund an die Leine?

Im Aargau musst du deinen Hund vom 1. April bis 31. Juli im Wald und bis 50 Meter ab Waldrand an der Leine führen. In der übrigen Zeit dürfen Hunde auf Waldstrassen unter direkter Aufsicht ohne Leine geführt werden. Die Regel gilt nicht für Jagd- und Polizeihunde im Einsatz und in der Ausbildung. Sie steht in der Jagdverordnung unter dem Titel «Schutz vor Störungen»; die Jagdaufseher achten auf die Einhaltung. Die Gemeinden dürfen zusätzlich Hundeverbotszonen bezeichnen und eine örtlich beschränkte Leinenpflicht vorsehen – schau deshalb auch auf der Website deiner Gemeinde nach.

Quelle: Kanton Aargau, Jagdverordnung (AJSV, SAR 933.211), § 21 Abs. 1 und 2 und § 27 Abs. 1 lit. a; Hundegesetz (SAR 393.400), § 5 Abs. 3Stand: Oktober 2026

Mehr zum Thema: Leinenpflicht im Kanton Aargau →

Für die ganze Schweiz: Was verlangt das Gesetz, wenn ich in der Schweiz einen Hund halte?

Für die ganze Schweiz: Darf mein Hund in Zug, Bus, Tram, Postauto und Schiff mitfahren, und was kostet das?

Hundesteuer

Was kostet dein Hund pro Jahr – und wer zieht ein?

Im Aargau ist die Hundetaxe ausnahmsweise kantonal einheitlich festgelegt – sie ist also nicht von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. Sie beträgt CHF 120 pro Jahr und Hund und wird von der Wohnsitzgemeinde im Monat Mai erhoben, Stichtag ist der 30. April. Davon gehen CHF 20 an den Kanton, der Rest bleibt bei der Gemeinde. Taxpflichtig ist jeder Hund, der älter als 3 Monate ist. Befreit sind unter anderem Blindenführhunde, Assistenzhunde, Lawinenhunde der Alpinen Rettung Schweiz, zertifizierte Katastrophen- und Flächensuchhunde, Diensthunde von Armee, Polizei und BAZG sowie offizielle Herdenschutzhunde. Für die Befreiung musst du die entsprechenden Nachweise bei der Gemeinde einreichen.

Quelle: Kanton Aargau, Verordnung zum Hundegesetz (SAR 393.411), §§ 21–23Stand: Juli 2026

Mehr zum Thema: Hundesteuer im Kanton Aargau →

Für die ganze Schweiz: Wie melde ich meinen Hund in der Schweiz an, um oder ab?

Kurspflicht

Musst du mit deinem Hund einen Kurs besuchen?

Eine allgemeine Kurspflicht für alle Hundehalter gibt es im Aargau nicht. Eine Ausbildungs- und Prüfungspflicht besteht nur für Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotenzial: Wer eine Halteberechtigung erhält, muss innert einer vom Regierungsrat festgelegten Frist einen speziellen Hundeerziehungskurs absolvieren und eine Prüfung ablegen. Wer die Auflagen nicht erfüllt oder die Prüfung nicht besteht, muss mit Massnahmen des kantonalen Veterinärdienstes rechnen.

Quelle: Kanton Aargau, Hundegesetz (SAR 393.400), § 12Stand: Juli 2026

Mehr zum Thema: Kurspflicht im Kanton Aargau →

Für die ganze Schweiz: Was verlangt das Gesetz, wenn ich in der Schweiz einen Hund halte?

Rasseregeln

Gibt es Rassen mit Bewilligungspflicht oder Verbot?

Ja. Als Rassetypen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial gelten: American Staffordshire Terrier, Bull Terrier und American Bull Terrier, Staffordshire Bull Terrier, Pit Bull Terrier, American Pit Bull Terrier und American Bully sowie Rottweiler. Die Regel gilt auch für Kreuzungen und für Hunde, deren Erscheinungsbild auf eine solche Abstammung schliessen lässt. Das Halten braucht vorgängig eine Berechtigung des Kantons. Verlangt werden unter anderem: mindestens 18 Jahre alt, keine einschlägigen Vorstrafen, Haftpflichtversicherung mit mindestens 1 Million Franken Deckung, Nachweis früherer Hundehaltung und genügend kynologische Fachkenntnisse. Solche Hunde sind im öffentlich zugänglichen Raum an der kurzen Leine und als Einzelhund zu führen – ausgenommen, wenn die Person mit der Halteberechtigung sie selbst führt. Ausgenommen von der Liste sind Rottweiler, die von BAZG oder Polizei als Diensthunde eingesetzt werden.

Quelle: Kanton Aargau, Verordnung zum Hundegesetz (SAR 393.411), §§ 11 und 12Stand: Juli 2026

Mehr zum Thema: Listenhunde und Rasseregeln im Kanton Aargau →

Für die ganze Schweiz: Was verlangt das Gesetz, wenn ich in der Schweiz einen Hund halte?

Für die ganze Schweiz: Darf mein Hund in Zug, Bus, Tram, Postauto und Schiff mitfahren, und was kostet das?

Melden & registrieren

Wo musst du deinen Hund anmelden – und bis wann?

Wer einen Hund hält oder ihn für länger als 3 Monate übernimmt, muss das der Wohnsitzgemeinde innert 10 Tagen melden. Meldepflichtig sind auch Halterwechsel, Tod des Hundes sowie Namens- oder Adressänderungen. Mit der Meldung ist eine Kopie des Hundeausweises abzugeben. Melde- und Registrierungsstelle für die im Kanton Aargau gehaltenen Hunde ist die Hundedatenbank AMICUS mit Sitz in Bern.

Quelle: Kanton Aargau, Verordnung zum Hundegesetz (SAR 393.411), §§ 4 und 5Stand: Juli 2026

Mehr zum Thema: Meldepflicht und Registrierung im Kanton Aargau →

Für die ganze Schweiz: Wie melde ich meinen Hund in der Schweiz an, um oder ab?

Besonderes

Was gilt in diesem Kanton sonst noch?

Die Gemeinden dürfen ergänzende Regeln mit lokalem Bezug erlassen – insbesondere können sie Hundeverbotszonen bezeichnen und eine örtlich beschränkte Leinenpflicht vorsehen. Schau deshalb zusätzlich auf der Website deiner Gemeinde nach. Hunde unbeaufsichtigt frei laufen zu lassen, ist verboten; bissige Hunde müssen im öffentlich zugänglichen Raum einen Maulkorb tragen und an der Leine geführt werden.

Quelle: Kanton Aargau, Hundegesetz (SAR 393.400), § 5; Hundeverordnung (SAR 393.411), §§ 6 und 9Stand: Oktober 2026

Häufige Fragen

Was gilt bei der Leinenpflicht im Kanton Aargau?

Im Aargau musst du deinen Hund vom 1. April bis 31. Juli im Wald und bis 50 Meter ab Waldrand an der Leine führen. In der übrigen Zeit dürfen Hunde auf Waldstrassen unter direkter Aufsicht ohne Leine geführt werden. Die Regel gilt nicht für Jagd- und Polizeihunde im Einsatz und in der Ausbildung. Sie steht in der Jagdverordnung unter dem Titel «Schutz vor Störungen»; die Jagdaufseher achten auf die Einhaltung. Die Gemeinden dürfen zusätzlich Hundeverbotszonen bezeichnen und eine örtlich beschränkte Leinenpflicht vorsehen – schau deshalb auch auf der Website deiner Gemeinde nach. Quelle: Kanton Aargau, Jagdverordnung (AJSV, SAR 933.211), § 21 Abs. 1 und 2 und § 27 Abs. 1 lit. a; Hundegesetz (SAR 393.400), § 5 Abs. 3, Stand Oktober 2026.

Was gilt bei der Hundesteuer im Kanton Aargau?

Im Aargau ist die Hundetaxe ausnahmsweise kantonal einheitlich festgelegt – sie ist also nicht von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. Sie beträgt CHF 120 pro Jahr und Hund und wird von der Wohnsitzgemeinde im Monat Mai erhoben, Stichtag ist der 30. April. Davon gehen CHF 20 an den Kanton, der Rest bleibt bei der Gemeinde. Taxpflichtig ist jeder Hund, der älter als 3 Monate ist. Befreit sind unter anderem Blindenführhunde, Assistenzhunde, Lawinenhunde der Alpinen Rettung Schweiz, zertifizierte Katastrophen- und Flächensuchhunde, Diensthunde von Armee, Polizei und BAZG sowie offizielle Herdenschutzhunde. Für die Befreiung musst du die entsprechenden Nachweise bei der Gemeinde einreichen. Quelle: Kanton Aargau, Verordnung zum Hundegesetz (SAR 393.411), §§ 21–23, Stand Juli 2026.

Was gilt bei der Kurspflicht im Kanton Aargau?

Eine allgemeine Kurspflicht für alle Hundehalter gibt es im Aargau nicht. Eine Ausbildungs- und Prüfungspflicht besteht nur für Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotenzial: Wer eine Halteberechtigung erhält, muss innert einer vom Regierungsrat festgelegten Frist einen speziellen Hundeerziehungskurs absolvieren und eine Prüfung ablegen. Wer die Auflagen nicht erfüllt oder die Prüfung nicht besteht, muss mit Massnahmen des kantonalen Veterinärdienstes rechnen. Quelle: Kanton Aargau, Hundegesetz (SAR 393.400), § 12, Stand Juli 2026.

Gibt es im Kanton Aargau eine Liste gefährlicher Hunderassen?

Ja. Als Rassetypen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial gelten: American Staffordshire Terrier, Bull Terrier und American Bull Terrier, Staffordshire Bull Terrier, Pit Bull Terrier, American Pit Bull Terrier und American Bully sowie Rottweiler. Die Regel gilt auch für Kreuzungen und für Hunde, deren Erscheinungsbild auf eine solche Abstammung schliessen lässt. Das Halten braucht vorgängig eine Berechtigung des Kantons. Verlangt werden unter anderem: mindestens 18 Jahre alt, keine einschlägigen Vorstrafen, Haftpflichtversicherung mit mindestens 1 Million Franken Deckung, Nachweis früherer Hundehaltung und genügend kynologische Fachkenntnisse. Solche Hunde sind im öffentlich zugänglichen Raum an der kurzen Leine und als Einzelhund zu führen – ausgenommen, wenn die Person mit der Halteberechtigung sie selbst führt. Ausgenommen von der Liste sind Rottweiler, die von BAZG oder Polizei als Diensthunde eingesetzt werden. Quelle: Kanton Aargau, Verordnung zum Hundegesetz (SAR 393.411), §§ 11 und 12, Stand Juli 2026.

Was gilt bei der Meldepflicht und der Registrierung im Kanton Aargau?

Wer einen Hund hält oder ihn für länger als 3 Monate übernimmt, muss das der Wohnsitzgemeinde innert 10 Tagen melden. Meldepflichtig sind auch Halterwechsel, Tod des Hundes sowie Namens- oder Adressänderungen. Mit der Meldung ist eine Kopie des Hundeausweises abzugeben. Melde- und Registrierungsstelle für die im Kanton Aargau gehaltenen Hunde ist die Hundedatenbank AMICUS mit Sitz in Bern. Quelle: Kanton Aargau, Verordnung zum Hundegesetz (SAR 393.411), §§ 4 und 5, Stand Juli 2026.

Wo finde ich mehr zu den einzelnen Themen im Kanton Aargau (Leinenpflicht, Hundesteuer, Kurspflicht, Listenhunde und Meldepflicht)?

Zu jedem dieser Themen gibt es eine eigene Seite mit der ganzen Angabe, der Quelle und dem Stand: Leinenpflicht, Hundesteuer, Kurspflicht, Listenhunde und Meldepflicht.

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