Hunderegeln im Kanton Basel-Stadt
Leinenpflicht, Hundesteuer, Kurspflicht und Meldepflicht unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. Hier findest du die wichtigsten Punkte für Basel-Stadt – jede Angabe mit der offiziellen Quelle, damit du sie selbst nachlesen kannst.
Im Kanton Basel-Stadt sind 6'251 Hunde registriert (Identitas AG, Plattform Tierstatistik, Stand August 2026).
Angaben geprüft: Stand Oktober 2026
Leinenpflicht
Wo und wann muss dein Hund an die Leine?
Nach der Hundeverordnung gibt es keine generelle Leinenpflicht. Im Wald gilt aber das Wildtier- und Jagdgesetz: Vom 1. April bis 31. Juli (Hauptsetz- und Brutzeit) müssen alle Hunde im Wald, am Waldrand und auf der angrenzenden Wiese an der Leine geführt werden. Auch ausserhalb dieser Zeit gehören Hunde an die Leine, die nicht unter Kontrolle gehalten werden können. Ausgenommen sind einzelne Gebiete, die der Regierungsrat festgelegt hat: tagsüber (06.00 bis 22.00 Uhr) auf Kantonsgebiet die gesamte rechte Wiesenseite (flussabwärts), im Perimeter des Landschaftsparks Wiese zusätzlich die Wiese, deren Vorländer und der Wiesedammweg – dort durchgehend (siehe Anhang der Wildtier- und Jagdverordnung). In Wildruhegebieten ist das Führen von Hunden ohne Leine verboten – im Gebiet selbst und auf den begrenzenden Strassen und Wegen; ausserdem darf man dort die Waldstrassen und die ausgeschilderten Wanderwege nicht verlassen. Ausnahmen kann die zuständige Fachstelle bewilligen. In Wildschutzgebieten (Jagdbanngebiete und Vogelreservate) sind Hunde ebenfalls an der Leine zu führen. In Wildtierkorridoren dürfen Wildtiere bei der freien Durchwanderung nicht gestört werden, insbesondere nicht durch freilaufende Hunde. An der kurzen Leine müssen Hunde zudem immer sein: nachts von 22.00 bis 06.00 Uhr, in Restaurants (auch Garten- und Boulevardwirtschaften), in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf stark frequentierten Strassen und Plätzen, auf Märkten sowie bei läufigen Hündinnen. Das Veterinäramt kann weitere Orte bestimmen, an denen Hunde an die kurze Leine müssen oder gar nicht hinein dürfen; diese Orte sind mit Tafeln gekennzeichnet – achte darum auf die Signalisation vor Ort. Ganz verboten sind Hunde auf Kinderspielplätzen, auf Friedhöfen, auf offiziellen Badeplätzen und in öffentlichen Schwimmbädern sowie in Lebensmittelgeschäften (Ausnahme: Hunde, die eine behinderte Person führt oder begleitet).
Mehr zum Thema: Leinenpflicht im Kanton Basel-Stadt →
Für die ganze Schweiz: Was verlangt das Gesetz, wenn ich in der Schweiz einen Hund halte?
Für die ganze Schweiz: Darf mein Hund in Zug, Bus, Tram, Postauto und Schiff mitfahren, und was kostet das?
Hundesteuer
Was kostet dein Hund pro Jahr – und wer zieht ein?
Die Hundesteuer ist hier kantonal geregelt und wird vom Veterinäramt erhoben – nicht von der Gemeinde. Steuerpflichtig sind Hunde ab 3 Monaten. Die Steuer beträgt pro Jahr CHF 160 in der Stadt Basel, CHF 150 in Riehen und CHF 120 in Bettingen. Für jeden weiteren Hund im gleichen Haushalt gilt der doppelte Satz – in der Stadt Basel also CHF 320 pro zusätzlichem Hund. Wer Ergänzungsleistungen bezieht oder regelmässig Sozialhilfe erhält, bekommt 70 % Reduktion, allerdings nur auf den ersten Hund. AHV oder IV allein geben keine Reduktion.
Quelle: Veterinäramt Basel-Stadt, Merkblatt Hundesteuer 2025/26Stand: Juli 2026
Mehr zum Thema: Hundesteuer im Kanton Basel-Stadt →
Für die ganze Schweiz: Wie melde ich meinen Hund in der Schweiz an, um oder ab?
Kurspflicht
Musst du mit deinem Hund einen Kurs besuchen?
Ja – seit 1. April 2025 gilt wieder eine Kurspflicht, aber nur für Ersthundehalter. Wer zum ersten Mal einen Hund hält, muss den «Basiskurs Mensch & Hund Basel-Stadt» besuchen: 8 Praxis-Lektionen mit einzelnen Theorie-Teilen, ohne Prüfung. Die Lektionen müssen innerhalb von 12 Monaten nach der Übernahme des Hundes absolviert sein, der Hund muss zu Kursbeginn mindestens 4 Monate alt sein. Wer schon früher einen Hund gehalten hat, ist nicht betroffen. Ausgenommen sind zudem Dienst-, Blindenführ-, Behinderten- und Rettungshunde.
Quelle: Kanton Basel-Stadt, Medienmitteilung «Revision der Hundeverordnung in zwei Punkten»Stand: Juli 2026
Mehr zum Thema: Kurspflicht im Kanton Basel-Stadt →
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Rasseregeln
Gibt es Rassen mit Bewilligungspflicht oder Verbot?
Ja, Basel-Stadt kennt eine Liste bewilligungspflichtiger Rassen: American Staffordshire Terrier, Bullterrier (inklusive Miniatur Bullterrier), Dobermann, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Pitbull Terrier, Rottweiler, Staffordshire Bullterrier sowie Kreuzungen mit diesen Rassen. Für das Halten – und schon für das mehr als einmalige Ausführen – braucht es vorher eine Bewilligung des Veterinäramts. Voraussetzungen sind unter anderem: mindestens 18 Jahre alt, bereits Erfahrung mit einem eigenen Hund, sauberer Strafregisterauszug, Haftpflichtversicherung über mindestens 3 Millionen Franken und ein Herkunftsnachweis. Wichtig: Als Ersthund wird ein solcher Hund nicht bewilligt. Neben einem bewilligungspflichtigen Hund darf kein weiterer Hund im selben Haushalt gehalten werden.
Quelle: Kanton Basel-Stadt, «Bewilligungspflichtige Hunderassen»Stand: Juli 2026
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Für die ganze Schweiz: Was verlangt das Gesetz, wenn ich in der Schweiz einen Hund halte?
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Melden & registrieren
Wo musst du deinen Hund anmelden – und bis wann?
Anmelden musst du deinen Hund an zwei Stellen. Erstens beim Veterinäramt (Hundekontrolle) – sobald er 3 Monate alt ist oder innert 10 Tagen nach der Anschaffung beziehungsweise nach dem Zuzug in den Kanton. Innert derselben Frist muss ein Hund schriftlich abgemeldet werden, wenn er verkauft oder verschenkt wird, wegen Umzug den Kanton verlässt oder stirbt. Zweitens bei der Chipdatenbank AMICUS: Halterwechsel, Adressänderung und Tod des Hundes sind dort innert 10 Tagen zu melden. Der Mikrochip muss spätestens 3 Monate nach der Geburt gesetzt sein, in jedem Fall aber vor der Weitergabe durch den Züchter.
Quelle: Veterinäramt Basel-Stadt, Merkblatt Hundesteuer 2025/26Stand: Juli 2026
Mehr zum Thema: Meldepflicht und Registrierung im Kanton Basel-Stadt →
Für die ganze Schweiz: Wie melde ich meinen Hund in der Schweiz an, um oder ab?
Besonderes
Was gilt in diesem Kanton sonst noch?
Eine Person darf gleichzeitig höchstens 5 Hunde ausführen, die älter als 4 Monate sind. Wer mehr als zwei Hunde halten will, braucht zusätzlich eine kostenpflichtige Bewilligung des Veterinäramts (CHF 40 pro Jahr, zusammen mit der Hundesteuer erhoben). Die früher obligatorische Registrierungsmarke wurde per 1. April 2025 abgeschafft; sie ist nur noch freiwillig erhältlich. Wo genau Hundeverbot oder Leinenpflicht gilt, zeigt das Geoportal des Kantons.
Quelle: Veterinäramt Basel-Stadt, Merkblatt Hundesteuer 2025/26Stand: Juli 2026
Häufige Fragen
Was gilt bei der Leinenpflicht im Kanton Basel-Stadt?
Nach der Hundeverordnung gibt es keine generelle Leinenpflicht. Im Wald gilt aber das Wildtier- und Jagdgesetz: Vom 1. April bis 31. Juli (Hauptsetz- und Brutzeit) müssen alle Hunde im Wald, am Waldrand und auf der angrenzenden Wiese an der Leine geführt werden. Auch ausserhalb dieser Zeit gehören Hunde an die Leine, die nicht unter Kontrolle gehalten werden können. Ausgenommen sind einzelne Gebiete, die der Regierungsrat festgelegt hat: tagsüber (06.00 bis 22.00 Uhr) auf Kantonsgebiet die gesamte rechte Wiesenseite (flussabwärts), im Perimeter des Landschaftsparks Wiese zusätzlich die Wiese, deren Vorländer und der Wiesedammweg – dort durchgehend (siehe Anhang der Wildtier- und Jagdverordnung). In Wildruhegebieten ist das Führen von Hunden ohne Leine verboten – im Gebiet selbst und auf den begrenzenden Strassen und Wegen; ausserdem darf man dort die Waldstrassen und die ausgeschilderten Wanderwege nicht verlassen. Ausnahmen kann die zuständige Fachstelle bewilligen. In Wildschutzgebieten (Jagdbanngebiete und Vogelreservate) sind Hunde ebenfalls an der Leine zu führen. In Wildtierkorridoren dürfen Wildtiere bei der freien Durchwanderung nicht gestört werden, insbesondere nicht durch freilaufende Hunde. An der kurzen Leine müssen Hunde zudem immer sein: nachts von 22.00 bis 06.00 Uhr, in Restaurants (auch Garten- und Boulevardwirtschaften), in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf stark frequentierten Strassen und Plätzen, auf Märkten sowie bei läufigen Hündinnen. Das Veterinäramt kann weitere Orte bestimmen, an denen Hunde an die kurze Leine müssen oder gar nicht hinein dürfen; diese Orte sind mit Tafeln gekennzeichnet – achte darum auf die Signalisation vor Ort. Ganz verboten sind Hunde auf Kinderspielplätzen, auf Friedhöfen, auf offiziellen Badeplätzen und in öffentlichen Schwimmbädern sowie in Lebensmittelgeschäften (Ausnahme: Hunde, die eine behinderte Person führt oder begleitet). Quelle: Kanton Basel-Stadt, Hundeverordnung (SG 365.110), §§ 2, 4 und 5; Wildtier- und Jagdgesetz (SG 912.200), §§ 8, 12 und 13; Wildtier- und Jagdverordnung (SG 912.210), §§ 9, 11 und 12, Stand Oktober 2026.
Was gilt bei der Hundesteuer im Kanton Basel-Stadt?
Die Hundesteuer ist hier kantonal geregelt und wird vom Veterinäramt erhoben – nicht von der Gemeinde. Steuerpflichtig sind Hunde ab 3 Monaten. Die Steuer beträgt pro Jahr CHF 160 in der Stadt Basel, CHF 150 in Riehen und CHF 120 in Bettingen. Für jeden weiteren Hund im gleichen Haushalt gilt der doppelte Satz – in der Stadt Basel also CHF 320 pro zusätzlichem Hund. Wer Ergänzungsleistungen bezieht oder regelmässig Sozialhilfe erhält, bekommt 70 % Reduktion, allerdings nur auf den ersten Hund. AHV oder IV allein geben keine Reduktion. Quelle: Veterinäramt Basel-Stadt, Merkblatt Hundesteuer 2025/26, Stand Juli 2026.
Gibt es im Kanton Basel-Stadt eine Kurspflicht für Hundehalter?
Ja – seit 1. April 2025 gilt wieder eine Kurspflicht, aber nur für Ersthundehalter. Wer zum ersten Mal einen Hund hält, muss den «Basiskurs Mensch & Hund Basel-Stadt» besuchen: 8 Praxis-Lektionen mit einzelnen Theorie-Teilen, ohne Prüfung. Die Lektionen müssen innerhalb von 12 Monaten nach der Übernahme des Hundes absolviert sein, der Hund muss zu Kursbeginn mindestens 4 Monate alt sein. Wer schon früher einen Hund gehalten hat, ist nicht betroffen. Ausgenommen sind zudem Dienst-, Blindenführ-, Behinderten- und Rettungshunde. Quelle: Kanton Basel-Stadt, Medienmitteilung «Revision der Hundeverordnung in zwei Punkten», Stand Juli 2026.
Gibt es im Kanton Basel-Stadt eine Liste gefährlicher Hunderassen?
Ja, Basel-Stadt kennt eine Liste bewilligungspflichtiger Rassen: American Staffordshire Terrier, Bullterrier (inklusive Miniatur Bullterrier), Dobermann, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Pitbull Terrier, Rottweiler, Staffordshire Bullterrier sowie Kreuzungen mit diesen Rassen. Für das Halten – und schon für das mehr als einmalige Ausführen – braucht es vorher eine Bewilligung des Veterinäramts. Voraussetzungen sind unter anderem: mindestens 18 Jahre alt, bereits Erfahrung mit einem eigenen Hund, sauberer Strafregisterauszug, Haftpflichtversicherung über mindestens 3 Millionen Franken und ein Herkunftsnachweis. Wichtig: Als Ersthund wird ein solcher Hund nicht bewilligt. Neben einem bewilligungspflichtigen Hund darf kein weiterer Hund im selben Haushalt gehalten werden. Quelle: Kanton Basel-Stadt, «Bewilligungspflichtige Hunderassen», Stand Juli 2026.
Was gilt bei der Meldepflicht und der Registrierung im Kanton Basel-Stadt?
Anmelden musst du deinen Hund an zwei Stellen. Erstens beim Veterinäramt (Hundekontrolle) – sobald er 3 Monate alt ist oder innert 10 Tagen nach der Anschaffung beziehungsweise nach dem Zuzug in den Kanton. Innert derselben Frist muss ein Hund schriftlich abgemeldet werden, wenn er verkauft oder verschenkt wird, wegen Umzug den Kanton verlässt oder stirbt. Zweitens bei der Chipdatenbank AMICUS: Halterwechsel, Adressänderung und Tod des Hundes sind dort innert 10 Tagen zu melden. Der Mikrochip muss spätestens 3 Monate nach der Geburt gesetzt sein, in jedem Fall aber vor der Weitergabe durch den Züchter. Quelle: Veterinäramt Basel-Stadt, Merkblatt Hundesteuer 2025/26, Stand Juli 2026.
Wo finde ich mehr zu den einzelnen Themen im Kanton Basel-Stadt (Leinenpflicht, Hundesteuer, Kurspflicht, Listenhunde und Meldepflicht)?
Zu jedem dieser Themen gibt es eine eigene Seite mit der ganzen Angabe, der Quelle und dem Stand: Leinenpflicht, Hundesteuer, Kurspflicht, Listenhunde und Meldepflicht.
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